Die Hauskatze: Harmloser Stubentiger oder gefährliches Raubtier?

15. November 2012

Vortrag von Dr. Sandra Gloor, Wildtierbiologin
Bürgersaal, Rathaus Zofingen

In der Schweiz leben durchschnittlich 50 bis 60 Katzen pro km2. Damit sind Katzen häufiger als alle anderen Beutegreifer zusammen. Katzen jagen vor allem Tierarten, die häufig sind und relativ gut gefangen werden können. Unter den Vögeln trifft es vorwiegend Jungvögel häufiger Arten. Stark betroffen können dagegen Frösche, Molche, Eidechsen und Blindschleichen sein, da diese bei kühlem Wetter leicht zu fangen sind.
Wenn genügend Nahrung, Verstecke und Nistmöglichkeiten vorhanden sind und auch die übrigen Umweltbedingungen stimmen, so können sich die Tiere erfolgreich fortpflanzen und diese Verluste verkraften. Wenn ein Bestand aber durch verschiedene Faktoren bereits geschwächt ist, können Katzen zum Erlöschen der Population eines ganzen Gebietes beitragen.
Regelmässig und meist emotionell streiten sich Katzenliebhaber und Leute, die davon ausgehen, dass Hauskatzen in unserer Natur Schaden anrichten würden. Mit diesem Anlass möchte der Naturschutzverein, gemeinsam mit der stadträtlichen Kommission Natur und Landschaft zur Versachlichung der Diskussion beitragen.